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Regionales Bündnis gegen die Laufzeitverlängerung
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Regionales Bündnis gegen die Laufzeitverlängerung
17. Januar 2011 Regionales Bündnis gegen die Laufzeitverlängerung

Montags-Demo gegen Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

warum fordern wir auch am kommenden Montag, 17.01.2011 um 17 Uhr (Start in der Bahnhofstraße/ZOB.), wieder: Atomkraftwerke abschalten!?

Zum Beispiel darum:

 

Januar 1977: Im deutschen Atomkraftwerk Grundremmingen (Bayern) kommt es durch Kurzschlüsse zu einem Totalschaden, einem sogenannten Großunfall. Das Gebäude wird mit radioaktivem Kühlwasser verseucht.

Dezember 1987: Im deutschen Atomkraftwerk Biblis-A kommt es beinahe zum GAU. Ein Ventil versagt, der Fehler wird von den Sicherheitskräften erst spät bemerkt. Der Versuch, das Ventil zu schließen, schlägt fehl und 107 Liter radioaktives Kühlwasser strömen aus.

Dezember 2001: Im Atomkraftwerk Brunsbüttel kommt es zu einer Wasserstoffexplosion. 2002 wird der Reaktor zur Inspektion vom Netz genommen.

Im Juni 2007 kommt es im Rahmen von Wartungsarbeiten zu einem Kurzschluss. Das Kernkraftwerk wird kurzzeitig abgeschaltet. Durch die Abschaltung kommt es zu einem Schwelbrand, außerdem bilden sich Risse an Abdeckblechen.

Juni 2007: Im Kernkraftwerk Krümmel steht ein Transformator nach einem Kurzschluss in Flammen, der Brand kann gelöscht werden.

Im Februar 2008 kommt es zu einem Schwelbrand in einer Lüftungsanlage, der jedoch schnell gelöscht werden kann. Radioaktivität tritt nicht aus.

2007: Im Kernkraftwerk Unterweser stehen nur zwei von vier Strängen des Not- und Nachkühlsystems zur Verfügung. Laut offiziellen Angaben wurde dennoch eine genügende Kühlleistung erbracht.

Juni 2008: Im Juni 2008 kommt es im Kernkraftwerk Philippsburg zum Druckabfall in einem Sicherheitsbehälter. Verursacht wird der Zwischenfall durch eine undichte Stelle.

Dezember 1952: In einem Reaktor in Chalk River bei Ottawa (Kanada) kommt es zu einer schweren Explosion. Dabei wird der Reaktorkern durch eine partielle Kernschmelze zerstört.

September 1957: In der Wiederaufbereitungsanlage in Kyschtym (Russland) kommt es zu einer Explosion, bei der große Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt werden. Die Bewohner eines etwa 1000 Quadratkilometer großen Areals werden evakuiert.

Oktober 1957: Im britischen Reaktor Windscale, später in Sellafield umbenannt, kommt es zu einem Brand. Dadurch wird eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über ganz Europa verteilt. Das Unglück ist der schwerste Atomunfall vor der Katastrophe von Tschernobyl

Im Juli 1973 kommt es erneut zu einem Zwischenfall. Bei einer schweren Explosion wird ein großer Teil der Anlage verseucht.

Juli 1971: Im AKW Mühleberg in der Schweiz kommt es zu einem Brand im Maschinenhaus. Mehrere Sicherheitssysteme werden infolge lahm gelegt. Im September 1987 kommt es erneut zu einem Zwischenfall. Durch einen defekten Abluftfilter entweicht radioaktive Luft in die Umgebung.

März 1979: Im Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg, USA kommt es zu einem schweren Unfall. Eine Störung im Kühlsystem führt zum Schmelzen von 25% der Brennelemente. Große Mengen radioaktiver Gase und verseuchtes Wasser treten aus und gelangen teilweise ungefiltert in die Umwelt.

April 1986: In Tschernobyl (Sowjetunion) kommt es zur Kernschmelze und zu einer der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Dabei werden große Mengen Radioaktivität freigesetzt und die unmittelbare Umgebung verstrahlt. Das Gebiet wird evakuiert. Die Zahl der Toten schwankt, Experten schätzen zwischen 4.000 und 100.000 Opfer.

August 1995: Im Rahmen von Wartungsarbeiten kommt es im Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt zu einer Explosion bei der Wasserstoff austritt, der sich entzündet. Im Dezember 1996 explodiert ein Stromwandler

März 1997: Nach einem Feuer kommt es im japanischen AKW Tokaimura zu einer schweren Explosion. Dabei tritt Radioaktivität aus.

Juni 2008: Der Reaktor Krsko in Slowenien wird wegen eines Lecks im Kühlkreislauf abgeschaltet.

Oktober 2000: In Tschechien geht das umstrittene Atomkraftwerk Temelin ans Netz, bei dem schon vor dem Start zahlreiche Sicherheitsmängel festgestellt werden. Bis 2007 werden mehr als 90 Störfälle registriert. So treten im März 2007 2.000 Liter radioaktives Wasser aus.

Dezember 2009: Im französischen Kernkraftwerk Cruas kommt es zu einer Verstopfung, weil Treibgut der Rhône in den Fluss-Kühlwasserkreislauf gelangt. Einer der vier Reaktorblöcke wird vorsorglich abgeschaltet.


Lassen Sie uns dem atomaren Wahnsinn unsere Lebenslust und –freude entgegenstellen: Schließen Sie sich  unserem friedlichen Protest an und singen gemeinsam mit dem - schon bei der letzten Demo äußerst erfolgreichem -  Antiatomchor „Grüne Lunge“!

Die Texte kann man zum Ausdrucken, Üben und Mitsingen auf unserem Internetauftritt: www.atomausstieg-siegerland.de finden.

Sie entdecken hier aber auch andere interessante Informationen: Bilder der Montagsdemos, Texte der Reden, Termine und und und…

Noch eine Bitte: verbreiten Sie die Einladung über Ihren Verteiler und in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis!

Mit herzlichen Grüßen

für das Bündnis für den Atomausstieg

Anita Beyer (Attac Siegen)


Treffpunkt: Jeden Montag  um 17.00 Uhr, Bahnhofsstraße/ZOB, Siegen

Wir zeigen gemeinsam, dass wir nicht mit dem geplanten Gesetz zur Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke einverstanden sind!