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Kreistag Siegen, Ingo Langenbach

Chancen und Gefahren der Sekundarschule Erndtebrück

Wie die heimische Presse vor einiger Zeit berichtete, plant der amtierende Bürgermeister von Erndtebrück, Karl Ludwig Völkel, zusammen mit regionalen Unternehmen, wie u.a. die Erndtebrücker Eisenwerke und Ejot, eine Sekundarschule in Erndtebrück aufzubauen. In der Erndtebrücker Bevölkerung findet das Vorhaben eine breite Zustimmung und ist auf dem ersten Blick ehrenvoll und begrüßenswert, geht es doch auch darum, unseren Kindern morgens eine längere Anfahrt zur Schule zu ersparen und ihnen den Schulbesuch vor Ort zu ermöglichen.

Aber neben allen positiven Aspekten für unsere Kinder gibt es Menschen vor Ort, die sich Sorgen machen und das Projekt auch kritisch sehen, handelt es sich hierbei doch um die Bildung und Zukunft unserer Kinder. Es ist unbestritten, dass der Druck auf unsere Schulen in der Region nicht zuletzt durch den demographischen Wandel, der Landflucht, aber auch der Unterfinanzierung unserer Schulen zunimmt und Finanzierungshilfen von Seiten der Wirtschaft begrüßenswert sind. Aber umfasst ein solches Vorhaben nicht auch immer Gefahren? Es gilt genau zu prüfen, mit welchen Unternehmen zusammengearbeitet wird und welche Interessen und Ziele diese mit einer finanziellen Unterstützung verfolgen. Sie darf nicht von wirtschaftlichen Interessen vereinnahmt werden. Schließlich darf es nicht sein, dass sich diese Unternehmen eine Elite „heranzüchten“, den Bildungsort Schule als Kaderschmiede missbrauchen und bestimmen können, welchen SchülerInnen der Zugang zur Schule gewährt wird oder welcher Lehrer für die Schule geeignet ist. Vor allem die Förderung sozial schwächer gestellter SchülerInnen muss gesichert sein und die Schule für jedes Kind offen stehen, denn der Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern oder der Milieuzugehörigkeit abhängen. Es gibt viele Beispiele aus anderen Bundesländern, die zeigen, dass Unternehmen nicht selten ihre Macht ausnutzen, hemmungslos und direkt Einfluss auf den Schulalltag, die Auswahl des Lehrpersonals sowie die Erziehung der SchülerInnen nehmen. Fast immer verstecken sich hinter einem finanziellen Engagement von Unternehmen harte wirtschaftliche Interessen. Das darf in Erndtebrück nicht geschehen! Von Seiten des Bürgermeisters Völkel und interessierten Unternehmen muss das Gespräch mit unseren BürgerInnen vor Ort gesucht werden, allumfassend und jederzeit über das Vorhaben und die Planungen informiert werden. Eine Einflussnahme auf den Schulalltag sowie auf die Erziehung und Bildung unserer SchülerInnen ist nicht zu akzeptieren – denn schließlich sind unsere Kinder keine Ware, sondern unser höchstes Gut, das es zu pflegen und zu schützen gilt.

 

 


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Kreistag Siegen, Ingo Langenbach

Chancen und Gefahren der Sekundarschule Erndtebrück

Wie die heimische Presse vor einiger Zeit berichtete, plant der amtierende Bürgermeister von Erndtebrück, Karl Ludwig Völkel, zusammen mit regionalen Unternehmen, wie u.a. die Erndtebrücker Eisenwerke und Ejot, eine Sekundarschule in Erndtebrück aufzubauen. In der Erndtebrücker Bevölkerung findet das Vorhaben eine breite Zustimmung und ist auf dem ersten Blick ehrenvoll und begrüßenswert, geht es doch auch darum, unseren Kindern morgens eine längere Anfahrt zur Schule zu ersparen und ihnen den Schulbesuch vor Ort zu ermöglichen.

Wie die heimische Presse vor einiger Zeit berichtete, plant der amtierende Bürgermeister von Erndtebrück, Karl Ludwig Völkel, zusammen mit regionalen Unternehmen, wie u.a. die Erndtebrücker Eisenwerke und Ejot, eine Sekundarschule in Erndtebrück aufzubauen. In der Erndtebrücker Bevölkerung findet das Vorhaben eine breite Zustimmung und ist auf dem ersten Blick ehrenvoll und begrüßenswert, geht es doch auch darum, unseren Kindern morgens eine längere Anfahrt zur Schule zu ersparen und ihnen den Schulbesuch vor Ort zu ermöglichen.

Aber neben allen positiven Aspekten für unsere Kinder gibt es Menschen vor Ort, die sich Sorgen machen und das Projekt auch kritisch sehen, handelt es sich hierbei doch um die Bildung und Zukunft unserer Kinder. Es ist unbestritten, dass der Druck auf unsere Schulen in der Region nicht zuletzt durch den demographischen Wandel, der Landflucht, aber auch der Unterfinanzierung unserer Schulen zunimmt und Finanzierungshilfen von Seiten der Wirtschaft begrüßenswert sind. Aber umfasst ein solches Vorhaben nicht auch immer Gefahren? Es gilt genau zu prüfen, mit welchen Unternehmen zusammengearbeitet wird und welche Interessen und Ziele diese mit einer finanziellen Unterstützung verfolgen. Sie darf nicht von wirtschaftlichen Interessen vereinnahmt werden. Schließlich darf es nicht sein, dass sich diese Unternehmen eine Elite „heranzüchten“, den Bildungsort Schule als Kaderschmiede missbrauchen und bestimmen können, welchen SchülerInnen der Zugang zur Schule gewährt wird oder welcher Lehrer für die Schule geeignet ist. Vor allem die Förderung sozial schwächer gestellter SchülerInnen muss gesichert sein und die Schule für jedes Kind offen stehen, denn der Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern oder der Milieuzugehörigkeit abhängen. Es gibt viele Beispiele aus anderen Bundesländern, die zeigen, dass Unternehmen nicht selten ihre Macht ausnutzen, hemmungslos und direkt Einfluss auf den Schulalltag, die Auswahl des Lehrpersonals sowie die Erziehung der SchülerInnen nehmen. Fast immer verstecken sich hinter einem finanziellen Engagement von Unternehmen harte wirtschaftliche Interessen. Das darf in Erndtebrück nicht geschehen! Von Seiten des Bürgermeisters Völkel und interessierten Unternehmen muss das Gespräch mit unseren BürgerInnen vor Ort gesucht werden, allumfassend und jederzeit über das Vorhaben und die Planungen informiert werden. Eine Einflussnahme auf den Schulalltag sowie auf die Erziehung und Bildung unserer SchülerInnen ist nicht zu akzeptieren – denn schließlich sind unsere Kinder keine Ware, sondern unser höchstes Gut, das es zu pflegen und zu schützen gilt.