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Thorsten Fischer / 1. Vorsitzender DIE LINKE. OV Wittgenstein

LESERBRIEF – DENKMAL GOETHEPLATZ

Die Umgestaltung des Denkmals als Friedensdenkmal erfordert auf Grund der Komplexität des Vorhabens eine verantwortungsvolle Herangehensweise, insbesondere eine  Berücksichtigung und Analyse  der historischen Abläufe. Daher forderte DIE LINKE. bereits frühzeitig im Mai 2019 durch Antragsstellung zu einer Stadtverordnetenversammlung in Bad Berleburg  die Einrichtung einer Arbeitsgruppe bestehend aus lokalen und regionalen ExpertInnen und sachkundigen BürgerInnen zur Erarbeitung eines historischen Gesamtkonzeptes hinsichtlich der Gestaltung des vorhandenen Denkmals als Friedensdenkmal. Dieser Antrag wurde damals mehrheitlich  abgelehnt. So sehr ich das Engagement junger Menschen auch begrüße, kann das jetzt hier nunmehr entwickelte Konzept „Einzelstatements auf Glasplatte“ kaum tauglich sein, ja gegebenfalls eine seriöse  Umgestaltung  des Denkmals als Friedensdenkmal sogar gefährden.


Kontakt

Thorsten Fischer
Vorsitzender
Telefon 0176 74787415
thorsten.fischer

Wolfgang Roeser
1. Stv. Vorsitzender

Frank Korthals
2. Stv. Vorsitzender

Vereinsamt

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein,-
Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!
Nun stehst Du starr,
Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt - ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
Was Du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst Du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!


Dieses Gedicht schrieb Friedrich Nietzsche 1887, nachdem er wegen einer schweren psychischen Krise seine Lehrertätigkeit in Deutschland aufgeben musste und er quasi vor dem eigenen psychischen Zusammenbruch in ein rastlos wanderndes Leben zwischen der Schweiz und Italien floh. Die Situation der Flüchtlinge auf Lesbos usw. jetzt kurz vor dem Winter hat mich daran erinnert.

Heiko