Solidarität mit den Unterdrückten – für Freiheit, Würde und Selbstbestimmung
Unsere Solidarität kennt keine Grenzen. Sie gilt all jenen Menschen, die weltweit gegen Unterdrückung, Gewalt und Entmündigung aufstehen und für ein Leben in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung kämpfen.
Wir stehen an der Seite der Bevölkerung im Iran, insbesondere jener mutigen Menschen, die trotz brutalster Repression auf die Straße gehen, um ein Ende von Gewalt, Willkür und Unterdrückung zu fordern. Der Kampf gegen die institutionalisierte Genderapartheid wird vor allem von Frauen getragen, die mit ihrem Widerstand eine Bewegung für Freiheit und Gleichberechtigung anführen – oft unter Einsatz ihres Lebens. Ihr Mut ist ein kraftvoller Ausdruck universeller Menschenrechte.
Unsere Solidarität gilt ebenso der kurdischen Bevölkerung in Syrien, insbesondere in Rojava, die unter schwierigsten Bedingungen eine demokratische Selbstverwaltung aufgebaut hat, die auf Basisdemokratie, sozialer Gerechtigkeit und ethnisch-religiöser Vielfalt beruht. Ein zentraler Pfeiler dieses emanzipatorischen Projekts ist die konsequente Gleichstellung der Frauen, die politisch, gesellschaftlich und militärisch eine tragende Rolle spielen. Dass diese Selbstverwaltung nun erneut militärischen Angriffen ausgesetzt ist – auch durch syrische Truppen unter der Verantwortung von Ahmad Al-Sharaa – zeigt, wie bedroht progressive und selbstbestimmte Alternativen zu autoritärer Herrschaft sind.
Auch in Venezuela stehen wir klar nicht an der Seite der autoritären Regierung eines Nicolás Maduro. Wir lehnen jedoch die zynische Instrumentalisierung der Krise durch Akteure wie Donald Trump ab, der das Leid der Bevölkerung für geopolitische Interessen missbraucht. Unsere Solidarität gilt der venezolanischen Bevölkerung und ihrem Recht auf einen echten Demokratisierungsprozess, der von unten, aus der Gesellschaft selbst heraus, getragen wird – ohne autoritäre Machtstrukturen und ohne äußere Einmischung.
Ebenso solidarisieren wir uns mit den Menschen in Grönland. Ihr Recht auf Selbstbestimmung darf weder durch ökonomische Interessen noch durch geopolitische Machtfantasien untergraben werden. Äußerungen und Begehrlichkeiten, wie sie etwa von Donald Trump offen formuliert wurden, machen deutlich, wie notwendig es ist, das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung entschieden zu verteidigen.
Was all diese Kämpfe verbindet, ist das grundlegende Recht der Völker auf Selbstbestimmung. Ob im Iran, in Kurdistan, Palästina, Venezuela, Grönland oder dem Sudan: Wir stehen an der Seite der Unterdrückten, nicht an der Seite von autoritären Regimen, militärischer Gewalt oder neo-kolonialen Interessen. Unsere Solidarität ist international, feministisch und unteilbar. Sie gilt allen, die für Freiheit, Gleichberechtigung und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen.

