Zum 1. Mai 2026
Der Kreisverband Die Linke Siegen-Wittgenstein hat sich in diesem Jahr entschieden, nicht am Roten 1. Mai teilzunehmen. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Vorwurf der sexuellen Übergriffigkeit gegen eine Person aus einer der mitveranstaltenden Organisationen. Besonders schwer wiegt dabei, dass es bislang keine transparente und konsequente Aufarbeitung dieses Vorfalls gegeben hat. Ein solches Verhalten widerspricht den eigenen politischen Grundsätzen, die auf Solidarität, Respekt und dem Schutz von Betroffenen basieren.
Gleichzeitig betont Die Linke ausdrücklich die anhaltende Bedeutung des 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeiterbewegung. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit, prekärer Beschäftigung und globaler Krisen bleibt es entscheidend, für faire Arbeitsbedingungen, soziale Gerechtigkeit und die Rechte von Arbeiter*innen einzutreten. Der 1. Mai ist und bleibt ein wichtiger Anlass, um diese Forderungen sichtbar zu machen und gesellschaftlichen Druck für Verbesserungen aufzubauen.
Die Entscheidung, der Veranstaltung fernzubleiben, richtet sich daher nicht gegen den 1. Mai selbst oder seine politische Bedeutung, sondern ist Ausdruck der Überzeugung, dass emanzipatorische Politik nur glaubwürdig ist, wenn sie auch im eigenen Umfeld konsequent für Aufklärung, Verantwortungsübernahme und den Schutz vor übergriffigem Verhalten einsteht.
Wir rufen unsere Mitglieder dazu auf, sich an Veranstaltungen zum 1. Mai zu beteiligen, z.B. der Kundgebung des DGB, dem Gegenprotest in Essen etc. Während der DGB-Kundgebung wird Die Linke mit einem Infostand am Kornmarkt präsent sein.

